155 km Mauer durchzogen die Stadt Berlin.
Dadurch wurde die strikte Teilung der Stadt in Ost- und Westberlin
erreicht. Durch eine friedliche Revolution fiel diese Mauer am 9.
November 1989 und ging als Mauerfall in die Geschichte ein der zur
Wiedervereinigung Deutschlands führte. Am Abend diesen 9. Novembers
1989 gab das damalige Mitglied des Politbüros der SED, Günter
Schabowski, öffentlich bekannt, das ab sofort Privatreisen in den
westlichen Teil Deutschlands ohne Vorraussetzung bestimmter
Reiseanlässe und bestehender Verwandschaftsverhältnisse möglich
geworden ist. Die DDR Nachrichtenagentur veröffentlichte diese
Meldung gegen 19 Uhr in der Aktuellen Kamera. Tausende von Bürgern
machten sich sofort auf den Weg zu den Grenzübergangsstellen um zu
sehen was an dieser Meldung wahres dran ist. In Berlin war das der
Grenzübergang Bornholmer Strasse, der für die ersten Menschen an
diesem Abend seine Schranke öffnete. Nach und nach erfolgte die
Grenzöffnung an allen Grenzübergängen in der Stadt Berlin und in
ganz Deutschland in der Nacht zum 10. November 1989. Auch ohne das
Vorliegen des geforderten gültigen Visums ließen die Grenzsoldaten
nach enormem Druck durch die Bevölkerung auf den Strassen die
ersten Passanten die Grenze passieren. Damit war die Mauer gefallen
und auch in ganz Deutschland wird die Grenze der DDR zur
Bundesrepublik Deutschland noch in dieser Nacht geöffnet. Tausende
von Bürgern der damaligen DDR konnten in dieser Nacht erstmals nach
dem Bau der Mauer am 13. August 1961 den westlichen Teil von Berlin
und Deutschlands wieder betreten. Eine friedliche Revolution hatte
gesiegt, noch vor einigen Wochen hätte das niemand für möglich
gehalten. Dadurch wurde auch einiges leichter. Die
Jobsuche konnte jetzt deutschlandweit
angesetzt werden und auch das besuchen der Verwandten war jetzt einfacher.